Positiv-Stadtrundgang “Nachhaltig leben, fair einkaufen in Leipzig” auch 2017

(Plakat Rundgang 51x59cm ohne Logo klein19.03.2017) Auch im Jahr 2017 lädt KonsumGlobal-Leipzig wieder zu seinen regelmäßigen, öffentlichen Stadtrundgängen ein.
Unter dem Motto “Nachhaltig leben, fair einkaufen in Leipzig” finden die Rundgänge immer am zweiten Dienstag des Monats statt. Der erste Termin ist der 11. April. Los geht es um 16 Uhr. Treffpunkt ist immer der Richard-Wagner-Platz (Pusteblumenspringbrunnen).

Der Rundgang führt durch die Leipziger Innenstadt zu Läden und Geschäften, die besonders nachhaltige und fair gehandelte Produkte führen. Auf dem Weg durch die City erklärt Marcel Pruß vom Projekt KonsumGlobal Leipzig verschiedene Wirtschaftsmodelle an Leipziger Beispielen, sowie globale Zusammenhänge.

Eingeladen sind alle Interessierten, die ihre eigene Lebensweise und ihren täglichen Konsum überdenken und Alternativen dazu in Leipzig finden wollen. Am Ende erhalten alle Teilnehmenden einen Einkaufsführer mit Konsumalternativen.

Der Stadtrundgang dauert zwei Stunden und ist kostenfrei.

Wer schon einmal dabei war, auch 2017 lohnt eine Teilnahme. Denn es gilt – im Vergleich mit dem vergangenen Jahr – drei neue Einrichtungen kennenzulernen.

Was: Positiv-Stadtrundgang: “Nachhaltig leben, fair einkaufen in Leipzig”
Wann: immer am zweiten Dienstag des Monat um 16 Uhr
Wo: Treffpunkt Richard-Wagner-Platz (Pusteblumenspringbrunnen)

Wei­tere Ter­mine 2017: 9. Mai, 13. Juni, 11. Juli, 8. August, 12. Sep­tember, 10. Oktober
Zusatztermine “Sonderöffnungszeit”:
Samstag 10. Juni (Leipziger Umwelttage) und 23. September (Faire Woche),
Sonntag 1. Oktober (Leipziger Markttage)

Woher kommen die Pflastersteine auf dem preisgekrönten Richard-Wagner-Platz?
Welche Probleme haben die Höfe am Brühl?
Wie lebt es sich vegan?
Ist saisonal und regional besser als bio?
Was genau bedeutet fairer Handel und warum lohnt es sich auch für mich dabei mitzumachen?

InnenstadtDiese Fragen und noch viele mehr werden bei diesem Stadtrundgang besprochen.

In Zeiten von absehbarer Ressourcenknappheit, Klimaveränderungen und Flüchtlingsbewegungen die auch uns erreichen, sollten sich die Menschen in den reichen Ländern der Welt Zeit zum Umdenken nehmen. Wie lange verträgt der blaue Planet unser aktuelles Wirtschaftsmodell? Wie sieht die Zukunft aus, wenn andere aufstrebende Nationen uns nacheifern?

Dieser Stadtrundgang gibt Antworten, die jedem Teilnehmenden Möglichkeiten zum Andersmachen vor der eigenen Haustür aufzeigen.

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Achtung Baustelle!

(01.02.2017) KonsumGlobal Leipzig baut gerade um. Informationen und Veranstaltungen finden sich weiterhin auf unserer Facebook-Seite. Ende März gibt es dann eine neue Homepage.

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Neuer Fairtrade-Einkaufsführer erschienen

Einkaufsführer 2013(03.06.2016) KonsumGlobal Leipzig hat in Zusammenarbeit mit dem Eine Welt e.V. Leipzig den Leipziger Einkaufsführer für Fairtrade-Produkte und andere Alternativen überarbeitet. Auf 16 Seiten, vier Seiten mehr als im Vorgänger, finden sich allerlei Tipps zum nachhaltigen Konsum in der Fairtrade-Town Leipzig.
Neben Geschäften, Gastronomie und Einrichtungen, in denen fair gehandelte Produkte erhältlich sind, führt das Heft auch eine Auswahl anderer Alternativen auf, wie Umsonstläden oder Secondhand-Shops.

Die kostenfreien Exemplare sind ab sofort in den Weltläden (Bornaische Straße 18 und Burgstraße 1-5) und im Stadtbüro (Katharinenstraße 2) zu haben.

Wer den Einkaufsführer in digitaler, papierfreier Form haben möchte, kann ihn auch hier herunterladen oder klickt rechts im Seitenmenü und dem FB-Button auf das Symbol.

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Positiv-Stadtrundgang “Nachhaltig leben, fair einkaufen in Leipzig” startet wieder

(Plakat Rundgang 51x59cm ohne Logo klein07.04.2016) In der kommenden Woche lädt KonsumGlobal-Leipzig wieder zu seinen regelmäßigen, öffentlichen Stadtrundgängen ein.
Unter dem Motto “Nachhaltig leben, fair einkaufen in Leipzig” finden zwei Rundgänge statt, immer am zweiten Dienstag des Monats. Der erste Termin ist der 12. April. Los geht es jeweils um 12 Uhr und 17 Uhr. Treffpunkt ist immer der Richard-Wagner-Platz (Pusteblumenspringbrunnen).

Der Rundgang führt durch die Leipziger Innenstadt zu Läden und Geschäften, die besonders nachhaltige und fair gehandelte Produkte führen. Auf dem Weg durch die City erklärt Marcel Pruß vom Projekt KonsumGlobal Leipzig verschiedene Wirtschaftsmodelle am Leipziger Beispiel, sowie globale Zusammenhänge.

Eingeladen sind alle Interessierten, die ihre eigene Lebensweise und ihren täglichen Konsum überdenken und Alternativen dazu in Leipzig finden wollen. Am Ende erhalten alle Teilnehmenden ein Merkheft mit zusammengefassten Informationen und Konsumalternativen.

Der Stadtrundgang dauert zwei Stunden und kostet die Teilnehmenden je 1 Euro.

Was: Positiv-Stadtrundgang: “Nachhaltig leben, fair einkaufen in Leipzig”
Wann: immer am zweiten Dienstag im Monat, 12 Uhr und 17 Uhr
Wo: Treffpunkt Richard-Wagner-Platz (Pusteblumenspringbrunnen)

Wei­tere Ter­mine 2016: 10. Mai, 14. Juni, 12. Juli, 9. August, 13. Sep­tember, 11. Oktober

Woher kommen die Pflastersteine auf dem preisgekrönten Richard-Wagner-Platz?
Welches Problem haben die Höfe am Brühl?
Wie lebt es sich vegan?
Was genau bedeutet fairer Handel und warum lohnt es sich auch für mich dabei mitzumachen?

InnenstadtDiese Fragen und noch viele mehr werden bei diesem Stadtrundgang besprochen.

In Zeiten von absehbarer Ressourcenknappheit, Klimaveränderungen und den spätestens damit verbundenen massenhaften Völkerwanderungen (Fluchten), sollten sich die Menschen in den reichen Ländern der Welt Zeit zum Umdenken nehmen. Wie lange verträgt der blaue Planet unser aktuelles Wirtschaftsmodell? Wie sieht die Zukunft aus, wenn andere aufstrebende Nationen uns nacheifern?

Dieser Stadtrundgang gibt Antworten, die jedem Teilnehmenden Möglichkeiten zum Andersmachen vor der eigenen Haustür aufzeigen.

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Alles neu im neuen Jahr!

(01.03.2016) Wir und die Welt ist jetzt KonsumGlobal Leipzig.
Personell mit ein paar neuen alten Gesichtern ausgestattet, meldet sich KonsumGlobal Leipzig (KGL) frisch für die Stadtrundgang-Saison 2016 zurück.

ReloadNeben den gewohnten Rundgängen für Schulklassen bieten Christian (bei KGL seit Beginn 2008 dabei) und Marcel (kam 2010 zu KGL) sowie weitere Referenten Projekttage, Schnipseljagd, Positivrundgang für Erwachsene und viele weitere Bildungsformate des globalen Lernens an. Darüber hinaus gibt es eine enge Zusammenarbeit mit anderen Leipziger Vereinen in diversen Projekten.

2008 starteten wir im Kreis einiger Studenten die Gruppe KonsumGlobal in Leipzig als Teilprojekt einer bundesweiten Aktion. Deren Ziel war es, dass globales Lernen/ Bildung für nachhaltige Entwicklung durch Stadtrundgänge in möglichst vielen Städten etabliert werden sollte. Das Bundesprojekt lief später als „WELTbewusst“ weiter. In Leipzig starteten Menschen aus der KonsumGlobal-Gruppe erfreulich viele weitere Projekte. Die Gruppe selbst löste sich zuletzt auf.

Schade drum – dachten wir uns, eines der erfreulichen Projekte. Wir hatten immerhin die Projektinhalte unter dem Dach des Vereins WeltOffen mit Wir und die Welt kontinuierlich weitergeführt und erweitert. Warum also nicht auch den Namen weiterführen, mit dem alles begann?

Mit dem 1. März 2016 heißt deshalb das WeltOffen-Projekt Wir und die Welt wieder KonsumGlobal Leipzig und wir arbeiten daran, es weiter auszubauen. Mehr Informationen dazu demnächst.

Zu erreichen ist KonsumGlobal Leipzig über:

FB: www.facebook.com/KonsumGlobalLeipzig
HP: www.konsumglobal-leipzig.de
Mail: info@konsumglobal-leipzig.de
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Regenwald-Projektwoche mit Monika Lazar

Leipzig, 25.02.2016: Der Leipziger Verein Orang-Utans in Not veranstaltet vom 29. Februar bis zum 4. März 2016 mit den Schülern der Paul-Robeson-Grundschule eine Projektwoche zum Thema Regenwald und Palmöl. Bundestagsabgeordnete Monika Lazar (B’90/Die Grünen) hat die Schirmherrschaft übernommen. In Zusammenarbeit mit weiteren Leipziger Vereinen wird den Kindern vermittelt, wie palmölhaltige Supermarktprodukte den Regenwald und dessen Artenvielfalt bedrohen und warum Regenwaldschutz auch für uns in Deutschland wichtig ist.

„Wir haben schon verschiedenste Projektwochen mit den Kindern durchgeführt. Dieses Jahr haben wir uns für das Thema Regenwald und Nachhaltigkeit entschieden. Das Konzept von Orang-Utans in Not gibt uns dabei die Gelegenheit, den Kindern auch an außerschulischen Orten Wissen praktisch und mit Freude zu vermitteln“, sagt Ute Wolter, Schulleiterin der Paul-Robeson-Grundschule.

NutellaDie 130 Kinder der Grundschule durchlaufen vier Lernstationen. Diese setzen sich mit den Themen Menschenaffen, Regenwald, Forschung und Nachhaltigkeit auseinander. „Durch die Verbindung mit dem Regenwald und den Orang-Utans können schon Grundschulkinder die Auswirkungen des eigenen Tuns auf die gesamte Welt erkennen. Man muss Kindern die Schönheiten der Welt zeigen und nicht nur erklären, um wirkliche Liebe zur Umwelt und damit auch eine Sensibilität für deren Bedrohung zu schaffen“, so Monika Lazar. Hierfür böte die Projektwoche mit dem Regenwaldmuseum und den Beobachtungen im Pongoland tolle Gelegenheiten, begründet sie ihre Schirmherrschaft.

So nimmt die Station „Nachhaltigkeit“ vor allem das Thema Palmöl unter die Lupe. Jedes zweite Supermarktprodukt in Deutschland enthält Palmöl. „Dass Palmöl aber einer der Hauptfaktoren für das Aussterben der Orang-Utans ist, wissen viele Konsumenten nicht. Die Kinder sollen bei uns lernen, wie man nachhaltig und im Einklang mit der Umwelt konsumiert“, erklärt Marcel Pruß vom Projekt „Wir und die Welt“ des Vereins WeltOffen. Als Palmöl-detektive suchen die Kinder palmölhaltige Alltagsprodukte im Supermarkt und dazu palmölfreie Alternativen. Gemeinsam mit Frau Lazar werden sie Schokoaufstrich aus nachhaltigen Zutaten und ohne Palmöl herstellen.

Bündnis Regenwald statt PalmölZudem werden die Kinder im Pongoland des Zoo Leipzig Menschenaffen beobachten, um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Affen und uns Menschen festzustellen. Im Regenwaldmuseum Phyllodrom erfahren die Kinder, wie das Ökosystem Regenwald genau funktioniert. Einige Regenwaldtierarten gibt es dort als besonderen Erlebnisfaktor hautnah zum Anfassen. In der Schulstation „Forschung“ werden die Schüler einige Kognitionsstudien nachstellen, die Wissenschaftler am Wolfgang-Köhler-Primatenforschungszentrum im Pongoland mit den Menschenaffen durchführen. Am letzten Tag der Projektwoche werden die Kinder ihr erlerntes Wissen in eigenen kreativen Projekten umsetzen.

Eine Präsentation der Projekte erfolgt am 24. Mai 2016 zum Tag der offenen Tür, von 16 bis 19 Uhr, an der Paul-Robeson-Grundschule. Auch die mitwirkenden Vereine werden sich dann einem breiteren Publikum vorstellen.

Die Partner der Projektwoche

Orang-Utans in Not e.V. ist ein seit 2007 in Leipzig ansässiger Verein, der sich den Schutz und Erhalt der letzten freilebenden Orang-Utans auf Borneo und Sumatra zum Ziel gesetzt hat. Der Verein unterstützt Projekte direkt vor Ort und ist in Deutschland vor allem im Bereich Umweltbildung aktiv. Gemeinsam mit der Menschenrechtsorganisation „Watch Indonesia!“ und „BOS Deutschland e.V.“ hat der Verein im Jahr 2014 das „Aktionsbündnis Regenwald statt Palmöl“ gegründet, um den mit dem Palmölanbau einher-gehenden Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen entgegenzutreten.
www.orang-utans-in-not.org

Phyllodrom – Museum und Institut für Regenwaldökologie e.V. fördert als gemeinnütziger Verein nicht nur die Wissenschaft und Erforschung sowie den weltweiten Schutz der Regenwälder, sondern trägt durch seinen speziellen Charakter auch wesentlich zu Naturbildung und Bildung für Nachhaltigkeit bei. Der Fokus liegt auf der Regenwaldökologie und den vielfältigen damit verknüpften Fachgebieten. Die Vereins-ziele werden hauptsächlich in einem lebendigen Museum verwirklicht, zu dem auch eine umfangreiche Fachbibliothek sowie natur- und völkerkundliche Sammlungen gehören.
www.phyllodrom.de

Wir und die Welt – Globales Lernen in Leipzig ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins
„WeltOffen e.V“ in Leipzig. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, durch Bildungsveranstaltungen für alle Altersklassen die Themen Konsum, Globalisierung und Nachhaltigkeit einer breiten Zielgruppe näherzubringen. Dabei wird aufgezeigt, welche globalen Auswirkungen lokaler Konsum hat und welche Möglichkeiten bestehen, den negativen Auswüchsen entgegenzusteuern. Die KonsumentInnen von morgen sollen so schon heute dazu ermuntert werden, einen Blick hinter die glitzernde Fassade von Alltagsprodukten zu werfen und Alternativen zu finden. Seit 2015 bietet der Verein einen regelmäßigen und öffentlichen Stadtrundgang an, der zu Läden und Geschäften in der Leipziger Innenstadt führt, die besonders nachhaltig wirtschaften und fair gehandelte Produkte führen.
www.globalisiert.de

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Alles neu im neuen Jahr?

(11.02.2016) Fast alles.
Es stehen gerade große und gute Veränderungen hinter den Kulissen von Wir und die Welt an. Mehr dazu dann Ende Februar an dieser Stelle.Reload.

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Universität Leipzig ist “Fairtrade University”

Fairtrade-Universities_logo_250x175(24.11.2015) Die Universität Leipzig hat für ihr Engagement rund um den Fairen Handel das Zertifikat “Fairtrade University” erhalten. Damit ist sie nach der Universität des Saarlandes und der Universität Rostock die bundesweit dritte Hochschule, die vom Verein TransFair mit dem Gütesiegel ausgezeichnet wurde. Die Urkundenübergabe findet am 2. Dezember 2015 während des Festaktes am diesjährigen Dies academcius der Alma mater Lipsiensis um 10 Uhr im Audimax statt.

Die Universität Leipzig unterstützt im Zuge der Globalisierung aktiv den Fairnessgedanken im Handel und hat sich im Rahmen der Kampagne “Fairtrade University” des Vereins “TransFair e.V.” um eben dieses Zertifikat erfolgreich beworben. “Ziel der Kampagne ist, sich für fair gehandelte Produkte einzusetzen und das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum zu fördern”, erklärt Nicola Klöß, Beauftragte für Fragen der Umwelt an der Uni Leipzig. “Zudem könnten Stadt und Universität zusammen ein starkes, öffentlichkeitswirksames Signal für die Relevanz des fairen Handelns senden”, ergänzt Friederike Eichhorn, Vertreterin der Studierenden und Leiterin der Steuerungsgruppe Fairtrade.

Für die erfolgreiche Bewerbung zur “Fairtrade University” sind bestimmte Kriterien zu erfüllen, darunter ein Hochschulbeschluss, die Bildung einer Steuerungsgruppe, Veranstaltungen rund um Fairtrade sowie das Anbieten von Fairtrade-Produkten bei Sitzungen, öffentlichen Veranstaltungen, in Geschäften und der Gastronomie. Um das Zertifikat “Fairtrade University” zu erhalten, vernetzten sich Studierende, Rektorat, Verwaltung, Studentenwerk sowie Campus-Geschäfte und setzten sich für fair gehandelte Produkte ein. Die Teilnahme an der Kampagne, die auf eine Initiative des Studentenrats zurückgeht, wurde im Mai vom Rektorat beschlossen – und damit auch das Vorhaben, fairen Handel als Bestandteil der Hochschulpolitik zu verankern. Dieser Fairnessgedanke wird auf dem Leipziger Campus aktiv gelebt. Bereits heute bieten die Mensen und Cafeterien des Studentenwerks fairen Kaffee, Tee und eine Auswahl fair gehandelter Schokolade an. Der Campusservice hat umweltverträgliche T-Shirts und Stoffbeutel im Sortiment und auch der Botanische Garten bietet fair gehandelte Produkte an. Künftig soll das Angebot noch deutlich ausgeweitet werden.

Im Rahmen des Festakts zum 606. Geburtstag der Universität Leipzig freut sich Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking besonders darauf, dass die Universität die Auszeichnung als Fairtrade University entgegen nehmen kann und so ein sichtbares Zeichen für eine nachhaltige Zukunft setzt: “Fairer Handel ist unverzichtbar, wenn es um soziale Verantwortung und Armutsbekämpfung in der globalisierten Welt geht. Es ist auch eine Aufgabe der Hochschulen, das Bewusstsein für fairen Handel zu stärken und den umweltbewussten Konsum auf dem Campus zu fördern.”

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Alle Jahre wieder

Weihnachtsmarkt2(23.11.2015) Morgen öffnet der Leipziger Weihnachtsmarkt seine Pforten. Bis zum 23. Dezember laden dann über 250 Stände zum Bummeln, Schauen und Einkaufen in die Innenstadt ein.

Weihnachtsgeschenke aus fairem Handel wird man dort in der Fairtrade-Town Leipzig wieder nicht finden. Dafür hat Fairtrade-Deutschland einen Fair-Schenken-Special für die Adventszeit und Weihnachten eingerichtet! Ob köstliche Schokolade, aromatischer Teegenuß oder das festliche Weihnachtsmenü – für jeden Geschmack ist etwas dabei!

Geschenkideen aus dem fairen Handel finden sich unter diesem Link:
Fair-schenken…in der Adventszeit und zu Weihnachten

Mehr Informationen:
Leipziger Weihnachtsmarkt – www.leipzig.de/weihnachtsmarkt
Fairtrade-Town Leipzig - www.leipzig-handelt-fair
Universität Leipzig ist “Fairtrade University” – www.globalisiert.de

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Die Kampagne Make Chocolate Fair! ist auf der Zielgeraden

mcf-logo_0(09.11.2015) Am 2. Dezember 2015 werden die gesammelten Unterschriften von Make Chocolate Fair! an den Dachverband der Europäischen Süßwarenhersteller CAOBISCO in Brüssel übergeben. Das Schokomobil der Kampagne steht auch schon in den Startlöchern, um mit AktivistInnen aus ganz Europa und der Gewerkschafterin Marie-Jeanne N`Zore Kombo aus der Côte d’Ivoire die Botschaft der Kampagne eindrucksvoll an die Schokoladenindustrie zu übermitteln: MAKE CHOCOLATE FAIR!

Wir und die Welt hat in diesem Jahr bei Bildungsveranstaltungen und Infoständen auch fleißig Unterschriften mit gesammelt. Bis jetzt haben sich an der Unterschriftenaktion der Kampagne, die in 18 europäischen Ländern unterwegs war, mehr als 116.000 Menschen beteiligt. Damit ist die Zielmarke von 100.000 Unterschriften längst geknackt – das ist großartig!

Aber es wird bis zur letzten Minute weiter gesammelt. Noch bis zum 23. November läuft die Aktion.

Unterschreibt die Petition
teilt den Aufruf bei Facebook

Make Chocolate Fair! ist eine europäische Kampagne, die sich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Kakaobäuerinnen und -bauern einsetzt und das Ende missbräuchlicher Kinderarbeit fordert. Darüber hinaus macht sich das Kampagnenbündnis für eine sozial-ökologisch nachhaltige und diversifizierte Landwirtschaft stark, die die Umwelt schützt und gleichzeitig dazu beiträgt, die Einkommenssituation der Kakaobäuerinnen und -bauern zu verbessern.
Konkret fordert Make Chocolate Fair! einen fairen Handel sowie Sozial- und Umweltstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Schokoladenunternehmen ein. Die Kampagne organisiert eine Vielzahl unterschiedlicher Aktionen und Veranstaltungen, um Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen und diese Ungerechtigkeiten zu thematisieren. Lokale Aktions- und Arbeitsgruppen, Fair Handels-Aktive, Weltläden und viele weitere engagierte Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen arbeiten vor Ort an diesem Ziel mit.

Mehr Informationen:

www.makechocolatefair.org
www.inkota.de
www.facebook.com/inkota

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Indonesien braucht Hilfe

Palmšl-Greenpeace(04.11.2015) Seit über 100 Tagen brennen die Wälder auf den indonesischen Inseln Sumatra und Kalimantan (Borneo). Auch in West-Papua im Osten des Landes gibt es inzwischen zahlreiche Brandherde. Die Feuer sind vor allem auf absichtlich gelegte Brände zurückzuführen, die Platz für Plantagen schaffen sollen.

El Niño verstärkt die Trockenheit und erschwert dadurch die Brandbekämpfung erheblich. Es wird erwartet, dass sich die Situation weiter verschlimmert, vor allem, da El Niño sich noch bis zum Jahresende auswirken wird.

Laut dem indonesischen Krisenstab (National Board for Disaster Management) sind den Bränden vom 1. Juli – 23. Oktober 2015 zehn Menschen zum Opfer gefallen, über 500.000 Menschen leiden an Atemwegserkrankungen oder anderen durch Qualm verursachten Gesundheitsproblemen, und über 43 Millionen Menschen sind vom Rauch betroffen.

CIFOR-Wissenschaftler wiesen auf Kalimantan Mitte Oktober gesundheitsschädliche Substanzen in gefährlich hohen Konzentrationen im Rauch nach, darunter Ozon, Kohlenmonoxid, Zyanid, Ammoniak und Formaldehyd.

Trotz alledem hat die indonesische Regierung bisher keine Evakuierungsmaßnahmen für besonders gefährdete Gruppen wie Kinder, schwangere Frauen, alte und kranke Menschen veranlasst.

Seit dem September engangiert sich die Bevölkerung daher selbst. Koordinationsstellen zur medizinischen Notversorgung in den betroffenen Gebieten wurden eingerichtet.

Es wird dringend Hilfe bei der medizinischen Versorgung und Evakuierung der Menschen in den betroffenen Gebieten benötigt.

Wir und die Welt, als Mitglied im Aktionsbündnis’ “Regenwald statt Palmöl”, ruft zur Hilfe auf.

Unter dem Link “Hilferuf aus Indoesien” findet ihr Petitionen und Kontakte zu den Koordinierungsstellen vor Ort, sowie ein Bankverbindung und eine Liste der benötigten Sachgüter.

 

Mehr Informationen:
Aktionsbündis “Regenwald statt Palmöl” im Netz
Aktionsbündis “Regenwald statt Palmöl” bei Facebook
El Niño verstärkt Brände in Indonesien bei Klimaretter.info
Von wegen nachhaltiges Palmöl in der Frankfurter Rundschau

Gefährliche Brände in Indonesien durch Palmölanbau – Volle Kanne | ZDF

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Fair gehandelte Bälle ab sofort im Leipziger Fußball im Einsatz

fairtrade_ball(01.11.2015) In den Liga- und Pokalwettbewerben des Leipziger Fußballs sowie der Lipsiade werden seit dem 31. Oktober 2015 auch fair gehandelte Bälle eingesetzt.

Vor dem Nachwuchspunktspiel der D-Junioren-Stadtklasse des SV Schleußig gegen die SG Motor Gohlis Nord auf der Sportanlage Nonnenwiese übergab Sportamtsleiterin Kerstin Kirmes 50 von Hand gefertigte und fair gehandelte Bälle an Uwe Schlieder, Geschäftsführer des Fußballverbands Stadt Leipzig e. V.

80 Prozent aller weltweit produzierten Bälle werden noch immer in kleinen Nähbetrieben in Pakistan mit jeweils rund 670 Stichen von Hand unter zum Teil widrigen Bedingungen zusammengenäht. “Aus diesem Grund ist uns der Fairtrade-Gedanke gerade auch im Sport wichtig”, sagte Kerstin Kirmes vor dem Anpfiff der Partie. Fairtrade sei in Leipzig schon lange ein Kriterium bei der Vergabe von Fördermitteln an Umweltvereine und -verbände und müsse auch im Sport weiter Fuß fassen.

Erst am 21. September 2015 war Leipzig für seine vorbildliche Projektarbeit im fairen Handel ausgezeichnet worden. Bei der Preisverleihung in dem seit 2003 alle zwei Jahre von der (im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung angesiedelten) “Servicestelle Kommunen in der Einen Welt” ausgerichteten Wettbewerb zur “Hauptstadt des fairen Handels” belegte Leipzig den vierten Platz unter 83 Bewerbern.

Mehr Infos:
Fairtrade-Standards bei Sportbällen
Produzentengeschichten
Welthauptstadt der Fußbälle | Galileo

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Leipzig erringt den 4. Platz im Wettbewerb “Hauptstadt des Fairen Handels”

HdFH_2015_RGB_Leipzig(21.09.2015) Leipzigs Engagement im Bereich des fairen Handels ist ausgezeichnet: Bei der Preisverleihung im Wettbewerb “Hauptstadt des fairen Handels” in Rostock wurde die Messestadt heute Nachmittag für ihre vorbildlichen Aktivitäten mit dem vierten Platz und einem Preisgeld von 12.500 Euro gewürdigt.

“Vor allem unsere Mikro-Projekte für unbürokratische Unterstützung von bürgerschaftlichen Projekten sowie Fairtrade als Kriterium bei der Vergabe von Fördermitteln an Umweltvereine- und verbände wurden von der Jury besonders hervorgehoben”, berichtet Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal, der als Verantwortlicher für die lokale Agenda 21 federführend bei der Einreichung des Wettbewerbsbeitrages war. “Das ist eine tolle Bestätigung dafür, dass wir mit unserer Arbeit auf dem richtigen Weg sind. Und das sage ich nicht nur als Chef eines Teil der Stadtverwaltung, sondern auch als Bürgermeister einer Stadt, die über eine fantastische Vielfalt von Initiativen, Privatpersonen und auch engagierten Unternehmen verfügt, die alle zusammen diesen Erfolg ermöglicht haben.”

Auch Wir und die Welt wurde mit Hilfe der Mikro-Projekte bei zwei Vorhaben unterstützt. So konnte der regelmäßige, öffenltiche Stadtrundgang “Nachhaltig leben, fair einkaufen in Leipzig” schon umgesetzt werden. Im Letzen Quartal 2015 arbeitet Wir und die Welt im “Aktionsbündnis Regenwald statt Palmöl” an einem Kurzfilm zum Thema Palmöl. Dieser wird Anfang 2016 veröffentlicht.

“Wir werden jetzt als Steuerungsgruppe “Fairtrade Town” beraten, welche Projekte wir mit dem Preisgeld voranbringen wollen”, erläutert Martin Finke vom Eine Welt Leipzig e. V., der in den vergangenen beiden Jahren die Steuerungsgruppe koordiniert hat. “Und natürlich werden wir diese Entscheidungen nicht ohne die Gremien der lokalen Agenda 21 treffen, die uns bei der Bewerbung enorm unterstützt haben”, ergänzt Rosenthal. “Gern möchte ich sowohl Projekte der Stadtgesellschaft als auch der Verwaltung damit voranbringen. Wir werden uns dazu garantiert bald verständigt haben und uns dann mit Hilfe des Preisgeldes mit neuen Projekten zurückmelden.”

WEBBANNER_WIR-MACHEN-MITDer Wettbewerb um die Hauptstadt des Fairen Handels wird seit 2003 alle zwei Jahre von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt ausgerichtet. Insgesamt vergab die Servicestelle, die von Bund, Ländern, Kommunen und Nichtregierungsorganisationen getragen wird, in diesem Jahr Preisgelder in Höhe von 105.000 Euro. Unterstützt wird der Wettbewerb vom Bundesentwicklungsministerium unter Minister Gerd Müller (CSU). Als Neue Hauptstadt des Fairen Handels wurde Saarbrücken gekürt.

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Die “Faire Woche” startet

11960017_699661003500656_5933855107688745460_n(03.09.2015) Vom 11. bis zum 25. September 2015 findet die „Faire Woche“ statt. Zur 14. Auflage erwarten die Veranstalter wieder mehr als 2.000 Aktionen und mehr als eine halbe Million Teilnehmer/innen bundesweit. Das große Thema ist wie immer der faire Handel. Mit vielen Aktionen wird dessen Wirken der breiten Öffentlichkeit näher gebracht. Von fairen Flashmobs über faire Frühstücke und Kochshows, Ausstellungen, Projekttage in Schulen bis hin zu Verkostungen, Infoabenden und fairen Geocachings – für jeden und jede ist etwas dabei.

In Leipzig sind bisher zwei Veranstaltungen angemeldet. Am 8. September schon bietet Wir und die Welt den regelmäßigen, öffentlichen Stadtrundgang an. Unter dem Motto „Nachhaltig leben, fair einkaufen in Leipzig“ führt der Rundgang durch die Leipziger Innenstadt zu Läden und Geschäften, die besonders nachhaltige und fair gehandelte Produkte führen. Treffpunkt ist jeweils der Richard-Wagner-Platz (Pusteblumenspringbrunnen).
Der Contigo Fairtrade Shop lädt am 19. September den ganzen Tag zum Naschen in die Strohsackpassage ein. „Wir verwandeln unseren Fairtrade Shop wieder ein mal in ein Schoko-Laden-Theater und laden auf eine (Genuss-) Reise durch Zotters Schokoladenwelt ein“, verrät Anica Decker vom Contigo Leipzig. „Einen Tag lang bewusst naschen, sich informieren, schokoladiger Musik lauschen, Trinkschokoladen probieren und vieles mehr steht auf dem Programm.“

Die Motivation

Das Motto der 14. „Fairen Woche“ ist „Fairer Handel schafft Transparenz“. Damit soll auf das Problem der mangelnden Transparenz in konventionellen Wertschöpfungsketten aufmerksam und stellt den Fairen Handel als Alternativmodell dar. Transparenz ist einer der Grundprinzipe des Fairen Handels. Ein transparenter Umgang zwischen allen Akteuren ist die Basis einer vertrauensvollen Partnerschaft. Ganz anders ist es meistens im konventionellen Handel. Die Folgen sind oftmals Ausbeutung von Mensch und Natur, ohne dass die verantwortlichen Unternehmen dafür haftbar gemacht werden können.

Mach mit!

Bei der größten Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland können alle mitmachen. Egal, ob Weltläden, Supermärkte, Schulen, Gemeinden, gastronomische Betriebe, gemeinnützige Organisationen oder Privatpersonen – alle können sich mit eigenen Aktionen beteiligen oder Veranstaltungen in ihrer Region besuchen. Machen auch Sie mit!

Wichtige Links mit Aktionsideen, Tipps und Materialien

bundesweiter Veranstaltungskalender der Fairen Woche 2015
Aktionsleitfaden mit vielfältigen Aktionsvorschlägen, umfassenden Hintergrundinformationen und Tipps für die Öffentlichkeitsarbeit
Aktionsvorschläge zum Mitmachen auf einen Blick

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NABU-Vortragsabend über das globale Problem der naturvernichtenden Palmölproduktion

11846755_751280021649089_7063513027735873147_n(13.08.2015) Über das globale Problem Palmöl wird der Naturschutzbund NABU am Montag, dem 7. September 2015, 19 bis 21 Uhr, bei einem Vortragsabend im Naturkundemuseum Leipzig informieren. Der NABU-Regionalverband Leipzig hat dazu Cindy Höll vom Verein „Orang-Utans in Not“ eingeladen. Der Verein setzt sich für Erhalt und Schutz der letzten frei lebenden Orang-Utans ein und ist Mitinitiator des Bündnisses „Regenwald statt Palmöl“. Cindy Höll wird bei ihrem Vortrag diese Arbeit vorstellen. Außerdem wird über Vor- und Nachteile des Rohstoffs Palmöl informiert, aktuelle Forschungsergebnisse werden vorgestellt, und es kann über Alternativen und Perspektiven diskutiert werden.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist kostenfrei. Alle Natur- und Regenwaldfreunde sind herzlich dazu eingeladen.

Palmöl steckt in unzähligen Supermarktprodukten – beispielsweise in Schokolade, Chips, Pizza, Tütensuppe, Brot, Margarine, Kosmetika, Wasch- und Spülmittel. Dafür werden allerdings in den Tropen riesige Flächen entwaldet und zerstört. Wo früher Regenwald wuchs, erstrecken sich heute industriell bewirtschaftete kilometerlange Ölpalmenplantagen. Der großflächige Anbau zerstört den Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Auch die Orang-Utans verlieren ihre Heimat.

Was: Vortragsabend Palmölproduktion
Wann: 7. September 2015, 19 bis 21 Uhr
Wo: Naturkundemuseum Leipzig, Lortzingstraße 3

Mehr Infos:
Bündnis “Regenwald statt Palmöl” im Netz
Bündnis “Regenwald statt Palmöl” bei Facebook
“enrom”-Magazin – “Zertifizierte Zerstörung”
Orang-Utans in Not e.V. im Netz

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Fairer Handel mit Umsatzplus 2014

ProKopf Europa(05.08.2015) Mehr als eine Milliarde Euro gaben deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher für fair gehandelte Produkte im Jahr 2014 aus. Der Faire Handel verzeichnete damit eine Steigerung von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das gab heute das Forum Fairer Handel, das Netzwerk des Fairen Handels in Deutschland, auf seiner Jahrespressekonferenz bekannt.

„In den letzten drei Jahren haben sich die Fair-Handels-Umsätze verdoppelt. Das ist für uns ein klares Signal, dass es immer mehr Menschen in Deutschland wichtig ist, mit ihrer Konsumentscheidung zu einer menschenwürdigen und fairen Produktion unserer Alltagsgüter beizutragen“, kommentiert Manuel Blendin, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel, die kontinuierliche Umsatzsteigerung im zweistelligen Bereich. „Mit 13 Euro Pro-Kopf-Ausgaben für fair gehandelte Produkte hängt Deutschland jedoch der Schweiz und Großbritannien noch deutlich hinterher.“

Verbindliche Regulierungen für deutsche Unternehmen – Fehlanzeige

„Nicht nur bei den Umsätzen sehen wir mehr Luft nach oben“, sagt Armin Massing, politischer Referent des Forum Fairer Handel, und betont: „Auch deutsche Unternehmen sind direkt oder indirekt an schweren Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen entlang globaler Lieferketten beteiligt und profitieren davon. Für gerechtere Wirtschafts- und Handelsstrukturen reichen individuelle Konsumentscheidungen und freiwillige Unternehmensinitiativen alleine nicht aus. Es bedarf dringend politischer Weichenstellungen.“

Gesamtumsatz Fairer HandelWeder auf internationaler noch auf europäischer und deutscher Ebene gibt es verbindliche Regeln zur menschenrechtlichen Haftung im globalen Geschäftsverkehr. So ist es bislang kaum möglich, Unternehmen für Menschenrechtsverstöße oder Umweltschäden im Ausland zur Rechenschaft zu ziehen. „Die deutsche Gesetzgebung muss bestehende Grauzonen beseitigen, um Mensch und Umwelt weltweit besser zu schützen“, unterstreicht Massing und fordert: „Die Bundesregierung muss 2016 im Rahmen des aktuellen Prozesses zur Erarbeitung des Nationalen Aktionsplans ‚Wirtschaft und Menschenrechte‘ verbindliche menschenrechtliche, soziale und ökologische Regeln für deutsche Unternehmen festlegen.“ Massing weiter: „Mit unserer aktuellen Kampagne ‚Mensch. Macht. Handel. Fair.‘ setzen wir uns für eine gesetzliche menschenrechtliche Sorgfaltspflicht für Unternehmen ein.“ Über zehntausend Menschen in Deutschland haben sich dieser Forderung mit ihrer Unterschrift bereits angeschlossen.

Forderungen der Kampagne “MENSCH. MACHT. HANDEL. FAIR” an die Bundesregierung

Das Forum Fairer Handel fordert die Bundesregierung auf, 2016 ein Gesetz zu erarbeiten, das

  • deutsche Unternehmen dazu verpflichtet, die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeiten auf Menschenrechte und Umwelt entlang der gesamten Lieferkette zu identifizieren, negativen Auswirkungen entgegenzuwirken sowie eingetretene Schäden zu beheben (Sorgfaltspflicht),
  • klarstellt, dass Unternehmen für eingetretene Schäden haftbar gemacht werden können, wenn sie Einhaltung dieser Sorgfaltspflicht nicht nachweisen können,
  • Betroffenen aus dem Ausland ermöglicht, deutsche Unternehmen wegen der Verletzung der gebührenden menschenrechtlichen Sorgfalt vor deutschen Gerichten verklagen zu können.

Über das Forum Fairer Handel

Produkte GesamtumsatzDas Forum Fairer Handel ist das bundesweite Netzwerk des Fairen Handels. Sein Ziel ist, das Profil des Fairen Handels zu schärfen, gemeinsame Forderungen gegenüber Politik und Handel durchzusetzen und eine stärkere Ausweitung des Fairen Handels zu erreichen. Das Netzwerk versteht sich als die politische Stimme der Fair-Handels-Bewegung in Deutschland und setzt sich für veränderte Regeln für Handel und Landwirtschaft weltweit ein. Das Forum Fairer Handel erhebt jährlich umfangreiche Daten zu Umsätzen und Absatzmengen der Fair-Handels-Branche, auf deren Grundlage sich aktuelle Trends und Entwicklungen des Fairen Handels in Deutschland einschätzen lassen. Einmal im Jahr veranstaltet das Forum Fairer Handel die Faire Woche – die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland.

weitere Informationen:
Pressemappe Forum Fairer Handel
Entwicklungen im Fairen Handel im Geschäftsjahr 2014 als pdf zum Download
Kampagne: “Mensch. Macht. Handel. Fair.”“Faire Woche” 11.-25. September 2015
“Faire Woche” 11.-25. Spetmber 2015

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Leipziger Eissommer beginnt!

Unter dem Motto “Fair gewinnt” startete heute auf dem Marktplatz der Leipziger Eissommer.

Das Motto spielt auf die zeitgleich eingereichte Bewerbung der Stadt Leipzig um den Titel “Hauptstadt des Fairen Handels” an. Im Vorfeld hatte die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Leipzig koordinierend und unterstützend Aktionen rund um das Thema Fairer Handel begleitet. Einen Überblick auch über alle Verbände, Initiativen und Organisationen, die sich auf diesem Gebiet engagieren, boten zwei dicke Ordner mit den Unterlagen der Bewerbung, die Oberbürgermeister Burkhard Jung feierlich überreicht wurden. In seiner Ansprache ging dieser auch anwesenden Kindern gegenüber auf die Wichtigkeit des Themas ein: Auch und gerade um die Kinder in anderen Teilen der Welt geht es, wenn wir uns hier vor Ort für fair gehandelte Produkte entscheiden, bei deren Produktion ausbeuterische Kinderarbeit nicht vorkommen darf.

FairEis_webFür den Eissommer selbst konnten in diesem Jahr einige Eisanbieter mehr gewonnen werden: Den unbeschwerten Eisgenuss gibt es bei San Remo, Contigo, Cafe Pascutti, im Musikpavillon, in der Eisträumerei, im Eiscafe Florenz, der Eisdiele Brakers Go und im Weltladen Connewitz. Nach den Ansprachen, einer Fotosession und symbolischem Ziehen der Beteiligten an einem Strang, durch den die Stadt Leipzig in Richtung Fairtrade “gezogen” wird, wurde für Groß und Klein auf dem Marktplatz faires Eis verkostet.

Durch die vielen Aktionen rund um das Thema Fairtrade, die Bildungsarbeit auf dem Gebiet des globalen Lernens, die in Leipzig an vielen Orten betrieben und von verschiedenen Akteuren getragen wird, und last not least auch durch die großen Fortschritte der Stadt Leipzig selbst bei diesem Thema, ist die Bewerbung bereits jetzt ein großer Erfolg. Wie die bundesweite Jury beim Wettbewerb um den Titel “Hauptstadt des Fairen Handels” entscheiden wird, erfahren wir dann zur mit Spannung erwarteten Preisverleihung am 21. September 2015 in Rostock.

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Trotz Zuwachs bei zertifizierter Schokolade: Kakaobauern leben weiter in extremer Armut

(30.06.2015) Der weltweite Marktanteil von zertifizierter Schokolade ist von zwei Prozent im Jahr 2009 auf fast 16 Prozent 2013 gestiegen. Das zeigt das neue Kakao-Barometer, dessen deutsche Fassung INKOTA und das Südwind-Institut vergangene Woche veröffentlicht haben. Die Daten belegen aber auch, dass trotz zahlreicher Nachhaltigkeitsinitiativen und Selbstverpflichtungserklärungen von Schokoladenunternehmen wie Ferrero oder Mars das Pro-Kopf-Einkommen der meisten Kakaobauernfamilien immer noch weit unter der Armutsgrenze liegt. Die Kampagne Make Chocolate Fair! fordert deshalb ein existenzsicherndes Einkommen für Kakaobäuerinnen und -bauern.

Kakaobarometer_2015_Deutsch„Es ist erfreulich, dass sich die Schokoladenindustrie bewegt und dass sich in den Supermärkten immer mehr Schokoladenprodukte mit den Siegeln von Fairtrade, Utz Certified und Rainforest Alliance finden lassen“, erklärt Evelyn Bahn, Koordinatorin der Kampagne Make Chocolate Fair! bei INKOTA. „Das ist ein erster wichtiger Schritt hin zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen für Kakaobäuerinnen und -bauern und zur Einhaltung der Menschenrechte. Zertifizierung ist aber kein Wundermittel, wenn es darum geht, die Mehrheit der Kakaobäuerinnen und -bauern aus der Armut zu befreien.“

„Eine Kakaobauernfamilie in der Elfenbeinküste verdient derzeit pro Kopf der Familie rund 0,50 US-Dollar am Tag. Um zumindest die international definierte Armutsgrenze von zwei US-Dollar pro Tag zu erreichen, müsste sich ihr Pro-Kopf-Einkommen also vervierfachen“, erklärt Friedel Hütz-Adams, Ko-Autor des Kakao-Barometers vom Südwind-Institut. Die niedrigen Einkommen führen zu inakzeptablen Arbeitsbedingungen bis hin zu Menschenrechtsverletzungen wie ausbeuterischer Kinderarbeit. Daran ändern auch viele der Nachhaltigkeitsinitiativen der Schokoladenindustrie nichts, die sich oft einseitig auf die Steigerung der Produktivität konzentrieren. „Neben der Steigerung der Ernteerträge, muss dringend in die Infrastruktur in den Kakaoanbauländern investiert werden“, so Hütz-Adams weiter. „Der Anbau muss diversifiziert werden, es muss Weiterbildungen geben und der Kakaopreis, den die Bäuerinnen und Bauern erhalten, muss erhöht werden.“

Auch die Kampagne Make Chocolate Fair! fordert ein existenzsicherndes Einkommen für Kakaobäuerinnen und -bauern. Mehr als 100.000 Menschen aus ganz Europa haben die Petition der Kampagne bereits unterzeichnet und sich für faire Bedingungen im Kakaoanbau ausgesprochen. „Die Nachfrage nach fair produzierter Schokolade steigt. Darauf muss die Schokoladenindustrie reagieren. Denn trotz des gestiegenen Anteils an zertifizierter Schokolade, sind noch immer über 80 Prozent aller weltweit verkauften Schokoladentafeln nicht zertifiziert. Das muss sich ändern“, sagt Evelyn Bahn. Absichtserklärungen wie von Ferrero oder Mars, die bis 2020 ihre Schokolade vollständig aus zertifiziertem Kakao herstellen wollen, seien begrüßenswert. „Wir werden aber genau beobachten, ob die Schokoladenunternehmen ihre Versprechen einhalten“, kündigt Bahn an.

weitere Infos
Kakao-Barometer – englische Website inklusive aller Grafiken
Kakao-Barometer – deutsche Übersetzung als pdf zum download
Kampagne “Make Chocolate Fair!” des INKOTA-netzwerk e.V.

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Sommer, Sonne und Ferienspaß

Sommerferienpass_2015(29.06.2015) Weil Wir und die Welt nicht nur während der Schulzeit für seine großen und kleinen Gäste da sein will, gibt es in diesen Sommerferien ein großes Extra.

In Zusammenarbeit mit dem Soziokulturellen Stadtteilzentrum Mühlstrasse 14 bietet Wir und die Welt zwei Veranstaltungen im Rahmen des Sommerferienpass 2015 an.

 

Donnerstag, 6. August, 10-13 Uhr

Stadt-Schnipseljagd / Ein Eltern-Kind-Angebot

Ausgerüstet mit einem Stadtplan, Kompass und Arbeitsheften gehst Du quer durch die Leipziger Innenstadt auf die „Suche nach der Nachhaltigkeit“. Dabei sollst Du Deinen eigenen Lebensstil hinterfragen und herausfinden, wie sich nachhaltig-leben eigentlich anfühlt. Bei diesem Ferienprogramm wird viel Wissenswertes über unseren Alltag vermittelt, müssen Passanten befragt und Schätzfragen im Arbeitsheft beantwortet werden.
Dies ist eine Eltern-Kind-Angebot, die Teilnahme der Eltern/ Großeltern/ etc. ist ausdrücklich erwünscht.

Alter: ab 11 Jahre
Teilnehmerbeitrag: 3 € m. FP/ 4 € o. FP
Treffpunkt: Mendebrunnen auf dem Augustusplatz (Gewandhausseite)

Um Anmeldung wird gebeten! Mühlstrasse 14 e.V., Telefon: 0341 – 9 90 36 00

 

Freitag, 7. August, 9-12:30 Uhr

Wo die Schokolade wächst!

Heute lernst Du die Schokoladenseite des Lebens kennen. Du darfst Dich auf viel Schokolade freuen: Wir werden sie verkosten, selber herstellen – ja, das geht wirklich – und viel Wissenswertes erfahren. Mitnehmen wirst Du Deine eigene Schokolade und ein Rezept zum Nachmachen.

Alter: 7-10 Jahre
Teilnehmerbeitrag: 3 € m. FP/ 4 € o. FP
Das Programm findet in den Räumen des Mühlstrasse 14 e.V. statt, Mühlstraße 14 in Leipzig-Reudnitz.

Um Anmeldung wird gebeten! Mühlstrasse 14 e.V., Telefon: 0341 – 9 90 36 00

 

Alle weiteren Veranstaltungen des Mühlstrasse 14 e.V. im Rahmen des Sommerferienpass gibt es hier zum nachlesen.

 

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Was ist Nachhaltigkeit?

Im Jahr 1713 stellte der königlich-polnische und kurfürstlich-sächsische Kammer- und Bergrat Johann Carl von Carlowitz auf der Leipziger Ostermesse sein Buch über die „wilde Baum-Zucht“ vor. In diesem Werk prägte er den Begriff der Nachhaltigkeit. Carlowitz beschrieb damit ein Prinzip, nach dem der Baumbestand in den Wäldern erhalten und Holz in dem Maß neu „angebaut“ werden müsse, in dem es dem Wald entnommen wird. So sollte „eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung“ der Wälder ermöglicht werden. Carlowitz hatte Erfolg mit seinem Buch, aber die knapp dreihundert Jahre später einsetzende Wirkung des Wortes Nachhaltigkeit hätte gewiss auch er sich nicht vorstellen können.

Heute gibt es „nachhaltige Entwicklung“, „nachhaltige WEB_KIF_4724Jobs“, „nachhaltigen Tourismus“, „nachhaltiges Bauen“, „nachhaltige Mode“, „nachhaltige Stadtentwicklung“, entsprechende Ernährung, Energie, Verpackung, Chemie und und und. Vor kurzem fanden die „deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit“ statt. Kommunen und Länder mindestens in Europa richten zunehmend Sustainability departments ein, ebenso auch größere Unternehmen – sogar eine weltbekannte Zuckerwassermarke. Dort werden nachhaltige Projekte mit lächelnden Menschen vorgestellt. Ziele werden formuliert und Inhalte definiert, wenngleich sich diese gerade im politischen Bereich wenig nachhaltig bei neuen Legislaturperioden auch wieder ändern können. Es gibt Dekaden der Bildung für nachhaltige Entwicklung und diverse Institute für Nachhaltigkeit. Wer will kann sich beim Rat für nachhaltige Entwicklung über das Thema informieren, den „Deutschen Nachhaltigkeits-Kodex“ konsultieren oder Definitionen zum Thema vergleichen.

Aber was denken die Menschen über den Begriff, die immer häufiger mit einem neuen Werbeversprechen der Nachhaltigkeit für Produkte und Dienstleistungen begeistert werden sollen?

Wir haben auf der Ökofete 2015 in Leipzig unseren neuen Stadtrundgang: “Nachhaltig leben, fair einkaufen” beworben und nachgefragt, was die Besucher eigentlich unter „nachhaltigem Leben“ und einer „nachhaltigen Lebensweise“ verstehen. Hier die Antworten (zum vergrössern anklicken):

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Die Auffassungen über eine nachhaltige Lebensweise sind also auch auf einer solchen Veranstaltung recht vielfältig. Während die einen an Ständen für Elektromobilität werben, werden am nächsten Stand Fahrrad und Lastenrad gepriesen. An einer Stelle wurde Wildschwein auf den Grill gelegt, an der anderen vegane Würstchen verkauft.

In welchem Bereich auch immer, Nachhaltigkeit setzt langfristiges Denken und entsprechendes Handeln voraus, das war bereits bei Carlowitz’ Konzept bestimmend. Bei diesem langfristigen Denken sollten ökologische, soziale und wirtschaftliche Handlungsfelder der Entwicklung ein ausgewogenes Gefüge bilden. Dies war in den Entwicklungen der Vergangenheit nicht der Fall, wo rein wirtschaftliche Vorteile zuungunsten des ökologischen Bereiches entwickelt wurden. Mit der Multiperspektivität und wechselseitigen Kausalitäten unter den drei Bereichen vergrößert sich auch der Spielraum für Interpretationen. Was an unserer Gegenwart ist erhaltenswert, was sollte sich zum Besseren ändern? Worin liegt das Bessere?

Die drei genannten Handlungsfelder stehen in sehr unterschiedlichen Relationen. Ökologie umfasst die Wechselwirkungen zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt. Das ist ein sehr viel weiterer Rahmen als Soziales und Wirtschaft, deren primärer Bezugsrahmen der Mensch ist, wenngleich die Auswirkungen auch für den Planeten enorm sein können. Gedacht werden alle drei freilich von Menschen – mal mit stärkerer Berücksichtigung anderer Spezies, mal eigennütziger: Daran entscheidet sich, ob das vegane Würstchen oder das Wildschwein auf dem Grill landet.

Es lohnt sich bei allen, die von Nachhaltigkeit sprechen die Nachfrage, welche Nachhaltigkeit genau gemeint ist. Wenn es sich im vorliegenden Fall nicht um Personen, sondern um womöglich sehr große Unternehmen handelt, die von Nachhaltigkeit sprechen, lassen wir uns die jeweilige Definition des Begriffsinhaltes am Besten schriftlich und mit Unterschrift des Vorstandes geben.

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Nutella Boykott in Frankreich?

(17.06.2015) Die französische Umweltministerin Ségolène Royal hat in einem Interview mit dem Fernsehsender Canal+ den französischen Bürgern empfohlen, kein Nutella mehr zu kaufen.
Den Boykottaufruf rechtfertigt Royal mit dem im Brotaufstrich enthaltenen Palmöl. Um dies zu produzieren, werden vor allem im ostasiatischen Raum riesige Flächen Regenwald in Palmölplantagen verwandelt. Dies trage zur Erderwärmung bei.

Damit hat die Ministerin ein Thema gesetzt, das eigentlich viel mehr Bündnis Regenwald statt PalmölPräsenz verdient hat, auch in Deutschland. Denn die Bundesbürger verbrauchen jährlich 1,3 MIllionen Tonnen des Pflanzenöls. Palmöl oder ein Nebenprodukt daraus steckt in jedem zweiten Supermarktprodukt. Wie es aber da hinein kommt und welche verheerenden Auswirkungen dies auf Menschen und Umwelt hat, weiß kaum jemand.

Ferrero, der italienische Hersteller der Nuss-Nougat-Creme, tat auf den Angriff durch die französische Umweltministerin etwas, was die Firma sonst nur sehr selten tut. Sie kommentierten und teilten in einer Pressemitteilung mit, man sei sich der Umweltaspekte bewusst und habe Anstrengungen unternommen, Palmöl in verantwortlicher Art und Weise zu fördern.

Das Echo auf die Boykottaufruf ließ nicht lange auf sich warten. Vor allem im Internet in Frankreich und Italien regte sich Widerstand. Am Mittwochnachmittag entschuldigte sich Ségolène Royal auf Twitter: “Ich bitte wegen der Polemik über Nutella tausend Mal um Entschuldigung. Fortschritte sollten anerkannt werden.”

Update (20.06.2015):
Der WWF-Deutschland und der Orang-Utans in Not e.V. haben Stellung zum Thema Palmöl und Nutella bezogen. Hier können diese nachgelesen werden:
WWF-Deutschland – Macht es Sinn, Nutella zu boykottieren?
Orang-Utans in Not e.V. – Über die Verharmlosung der Palmöl-Problematik durch den WWF

Wer mehr über Palmöl erfahren möchte, kann das hier tun:

manager-magazin – Ségolène Royal zieht in den Nutella-Krieg
Bündnis “Regenwald statt Palmöl” im Netz
Bündnis “Regenwald statt Palmöl” bei Facebook
“enrom”-Magazin – “Zertifizierte Zerstörung”
Orang-Utans in Not e.V.
ZDF-heute - Die Ministerin und der Brotaufstrich
ZDFzoom Biosprit-Tödlicher Feind der Orang-Utans – in der ZDF-Mediathek oder gleich hier

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Ökofete startet am Sonntag – mit uns

Ökofete(11.06.2014) Am Sonntag findet im Clara-Zetkin-Park die 26. Ökofete statt. Von 12 bis 19 Uhr kann sich an vielen Ständen des größten Umweltfestes Mitteldeutschland vernetzt werden.

Auch wir sind vor Ort. Wer mit uns ins Gespräch kommen möchte, findet uns am Doppelstand 43/44. Wir präsentieren aber nicht nur unseren Bildungsangebote und unseren neuen Positivstadtrundgang. Wir fragen  dieses Mal auch die Passanten, wie “nachhaltig leben” eigentlich geht. Die Gäste können ihre Gedanken dazu bei uns am Stand notieren und andere daran teilnehmen lassen. Es wird ein Schokoquiz geben, denn die Kampagne MakeChocolateFair! ist auch wieder mit dabei. Zu gewinnen gibt es Apfelbäumchen („Wenn ich wüsste, daß morgen die Welt unterginge, würde ich doch heute ein Apfelbäumchen pflanzen.“ nach Martin Luther) und Gutscheine für einen Eiskaffee im CONTIGO fairtrade-shop.

Wir sehn uns!

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Welttag gegen Kinderarbeit

unicef(11.06.2015) Der morgige Freitag ist der „Welttag gegen Kinderarbeit“. 168 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 17 Jahren sind nach Schätzung von UNICEF, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Weltbank Kinderarbeiter.
Kinderarbeit sind laut Definition Formen der Arbeit, für die Kinder zu jung sind – weil sie gefährlich oder ausbeuterisch sind, die körperliche oder seelische Entwicklung schädigen oder die Kinder vom Schulbesuch abhalten. Sie beraubt die Mädchen und Jungen ihrer Kindheit und ihrer Entwicklungsmöglichkeiten und verstößt gegen die weltweit gültigen Kinderrechte. Kinderarbeit findet sich auf der ganzen Welt, zum Beispiel in Goldminen in Burkina Faso, als Textilarbeiter in Bangladesch, auf Kakaoplantagen in Elfenbeinküste oder auf Farmen in Lateinamerika.

Die Stadt Leipzig hat in ihre Vergabeordnung festgeschrieben, dass bei der Beschaffung und Vergaben nur Produkte Berücksichtigung finden können, „die ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Sinne der ILO-Konvention 182 über die schlimmsten Formen der Kinderarbeit hergestellt sind bzw. Produkte deren Hersteller oder Verkäufer aktive zielführende Maßnahmen zum Ausstieg aus der ausbeuterischen Kinderarbeit eingeleitet haben.“

Auch die Bürger Leipzigs können sich zum Thema Kinderarbeit positionieren, indem sie Produkte aus dem fairen Handel kaufen. Im fairen Handel wird illegale Kinderarbeit nämlich ausgeschlossen.
Oder die Bürger besuchen einen unserer Stadtrundgänge.

weiter Infos:
KINDERARBEIT: DIE SECHS WICHTIGSTEN FRAGEN UND ANTWORTEN bei unicef

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Palmöl – Naturschützer, Menschenrechtsaktivisten und Wissenschaftler im Kampf gegen ein globales Problem

(27.05.2015) Am 5. Juni findet im Max-Planck-Institut am Deutschen Platz ab 19 Uhr ein Vortrag über das meistgehandelten Pflanzenöl der Welt statt. Auf der Veranstaltung wird über die Vor- und Nachteile des Rohstoffes Palmöl informiert, aktuelle Forschungsergebnisse werden vorgestellt sowie Alternativen und Perspektiven diskutiert. Zu dieser Veranstaltung sind alle eingeladen, die sich über den Rohstoff informieren wollen, der in jedem zweiten Supermarktprodukt enthalten ist.

Bündnis Regenwald statt PalmölSeit 2014 besteht in Europa eine Kennzeichnungspflicht für Palmöl in Lebensmitteln. Doch auch für Kosmetika, Kerzen, Biosprit usw. wird Palmöl verwendet. Inzwischen stammen rund 90 Prozent des weltweit verbrauchten Palmöls aus indonesischer und malaysischer Produktion. Nun wird auch in Afrika für Palmölplantagen Regenwald gerodet. Einheimische Bauern verlieren ihre Lebensgrundlage, unzählige Tier- und Pflanzenarten werden ausgelöscht. Nachhaltigkeitssiegel (z. B. RSPO) sind leider nur selten vertrauenswürdig.

Veranstalter ist der Orang-Utans in Not e.V. Er setzt sich für den Erhalt und Schutz der letzten frei lebenden Orang-Utans ein und ist Mit-Initiator des Bündnisses “Regenwald statt Palmöl”. Auch Wir und die Welt unterstützt dieses Bündnis.

Was: Vortrag Palmöl
Wann: 5. Juni 2015, 19 bis 20.30 Uhr
Wo: Seminarraum im Max-Planck-Institut, Deutscher Platz 6
Kontakt: Ingeborg Lambert, Orang-Utans in Not e.V., kontakt@ouin.de www.orang-utans-in-not.org

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Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit und Leipziger Umwelttage – Wir und die Welt ist mit dabei

(20.05.2015) Am 9. Juni startet Wir und die Welt wieder zu zwei seiner regelmäßigen und öffentlichen Stadtrundgängen. Los geht es jeweils um 12 Uhr und 17 Uhr. Treffpunkt ist immer der Richard-Wagner-Platz.

MerkheftDieses Mal finden sie im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit und der Leipziger Umwelttage statt.

Die Rundgänge führen durch die Leipziger Innenstadt zu Läden und Geschäften, die besonders nachhaltige und fair gehandelte Produkte führen. Auf dem Weg durch die City erklärt Marcel Pruß vom Projekt Wir und die Welt des Vereins WeltOffen verschiedene Wirtschaftsmodelle am Leipziger Beispiel, sowie globale Zusammenhänge.

Eingeladen sind alle Interessierten, die ihre eigene Lebensweise und ihren täglichen Konsum überdenken und Alternativen dazu in Leipzig finden wollen. Am Ende erhalten alle Teilnehmenden ein Merkheft mit zusammengefassten Informationen und Konsumalternativen.

Der Stadtrundgang dauert zwei Stunden und kostet die Teilnehmenden dieses Mal 3 Euro.


Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit anlässlich der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro im Jahr 2012 ins Leben gerufen. Ziel der Aktionstage war und ist es öffentliche Aufmerksamkeit für das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung zu erregen. Vorbildliches Engagement in ganz Deutschland soll an den Aktionstagen sichtbar werden und andere zum Mitmachen und zur Eigeninitiative ermutigen.

AktionstageNachhaltigkeit beginnt beim eigenen Handeln, und jeder kann etwas zum Besseren verändern. In diesem Sinne richten sich die Aktionstage Nachhaltigkeit an Privatpersonen, Vereine, Verbände, Initiativen, Stiftungen, Schulen, Kindergärten, Universitäten, Kirchen, Unternehmen, soziale Einrichtungen, Umwelt- und Entwicklungsverbände, Kommunen, Stadtwerke, Behörden, Ämter und Ministerien.

2015 finden die Aktionstage Nachhaltigkeit erstmalig im Rahmen der Europäischen Nachhaltigkeitswoche statt, einer neuen von Deutschland, Frankreich und Österreich ins Leben gerufenen Initiative, an der Menschen aus ganz Europa teilnehmen können.

Leipziger UmwelttageUmwelttage

Seit 18 Jahren gibt es sie: die Leipziger Umwelttage. Der Anlass? Ein weltweiter. Am 5. Juni ist Weltumwelttag. Die Leipziger Umwelttage sind ein buntes Programm mit Umweltveranstaltungen in und rund um Leipzig. Hier gibt es Filme und Exkursionen, Diskussionen Führungen und vieles mehr – angeboten von gemeinnützigen Vereinen, Bürgerinitiativen, Ämtern der Stadt, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Der Ökolöwe koordiniert, positioniert und bewirbt die Leipziger Umwelttage. So unterstützt er Vereine und Initiativen dabei, auf ihre Arbeit und Ziele aufmerksam zu machen.

Das Progamm der Leipziger Umwelttage findet sich hier zum download.

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